25. August 2015 – Tag 22

Von Le Pin nach La Côte-Saint-André

Heute nach dem gemeinsamen Frühstück habe ich mich von Patrick, Chantal und André verabschiedet. Ich nehme an, dass ich die Drei nicht mehr wiedersehen werde. Chantal hat beim Laufen starke Schmerzen in den Knien; sie muss sich deshalb umgehend zum nächsten Bahnhof fahren lassen. Ihr Mann Patrick wird sie nach Hause begleiten. André schmerzt beim Laufen die Achillessehne des rechten Fusses. Wenn er mehr als 15 km am Tag läuft, werden die Schmerzen unerträglich. André will nun seine Tagesetappen entsprechend anpassen und hofft, dass er das Problem so in den Griff bekommt.

Schade, die Drei waren für mich sehr nette Pilgerschwestern/Pilgerbrüder.

Wie vom Wetterbericht vorausgesagt, scheint heute wieder die Sonne. Die Temperaturen sind sehr angenehm zum Laufen und ich bin gut vorangekommen. Von Le Pin ging es über eine Hügelkette nach Le Grand-Lemps. Dort war Markt, auf dem ich Obst und ein Stück Quiche eingekauft habe. Vor einem Café habe ich in der Sonne gesessen und eine Schale Milchkaffee getrunken.

Kurz vor Erreichen meines Tagesziels bin ich noch auf einen Hügel zur Chapelle Notre-Dame du Mont gestiegen. Der Rundblick von dort oben war fantastisch. Im sehenswerten Städtchen La Côte-St-André habe ich rasch ein preiswertes Zimmer mit Abendessen und Frühstück gefunden und der gemütliche Teil des Tages konnte beginnen.

Die heutige Etappe war knapp 30 km lang. Ich habe zum Glück bisher keine Probleme beim Laufen. Mein langes Lauftraining zu Hause macht sich bezahlt. Ich hoffe natürlich, dass das auch so bleibt. Eine Garantie dafür gibt es auch für mich nicht.

Ich bin heute an mehreren Gutshöfen vorbeigekommen, die mehr wie Schlösser als wie Bauernhöfe aussahen. Mein heutiges Bild zeigt einen davon.

Château de La Frette, am Weg nach La Côte-Saint-André