Von Ostabat-Asme nach Saint-Jean-Pied-de-Port
Heute bin ich unter einem wolkenverhangenen Himmel von Ostabat-Asme nach Saint-Jean-Pied-de-Port gelaufen. Es war windig und hat immer wieder für kurze Zeit geregnet. Meine Ankunft im letzten größeren französischen Ort auf dem Jakobsweg vor der spanischen Grenze hat mich emotional sehr berührt.

Im Herbst 2010 bin ich schon einmal in diesem Städtchen gewesen: In Saint-Jean-Pied-de-Port begann meine erste Wanderung auf dem Jakobsweg. Ich bin damals auf dem ‚Camino Frances’, dem klassischen spanischen Jakobsweg, in 3 Wochen bis Burgos gelaufen. Im Frühling 2012 bin ich dann von Burgos bis Santiago de Compostela gepilgert, und von dort weiter zum Kap Finisterre, dem mittelalterlichen ‚Ende der Welt’ am Atlantik.
Die beiden Wanderungen auf dem spanischen ‚Camino Frances’ haben mir in vielerlei Hinsichten ausgesprochen gut gefallen. Schon bald nach meiner Rückkehr nach Basel begann ich davon zu träumen, nach meiner Pensionierung den Jakobsweg von Basel bis Santiago de Compostela an einem Stück zu laufen.
Heute Nachmittag sass ich in der Kirche von Saint-Jean-Pied-de-Port und war überwältigt von der Erkenntnis, dass auch dieser Traum gerade Wirklichkeit wird.