14. September 2015 – Tag 42

Von Conques nach Decazeville

Auch heute war es windig und es hat immer wieder stark geregnet. Die Welt um mich herum war grau und kalt. Wanderpausen waren nur möglich, wenn es einen Unterstand oder ein Café gab. Beide gibt es hier leider nicht sehr häufig.

Nach einem heissen Tee in Noailhac ging es eine Weile auf einem Prozessionsweg hoch zur Chapelle Saint-Roch. In der kleinen Kirche erwartete mich ein weiterer ‚magischer Jakobsweg-Moment’. Ich habe erst neulich darüber geschrieben.

In der Kapelle waren es die bunten Glasfenster (je eins links und rechts im Kirchenschiff), die mich magisch anzogen. Nach der endlosen, grauen Welt draussen war das Leuchten der Farben ein wunderbares Geschenk.

Ich habe die zwei Fenster fotografiert und zeige eins davon ohne Umwandlung in ein Aquarell.

Buntes Glasfenster in der Chapelle Saint-Roch bei Noailhac

In Decazeville, 5 km vor meinem angepeilten Etappenende, hatte ich genug vom Wandern im Regen. Ich habe mir ein bezahlbares Hotelzimmer mit Halbpension genommen und erst einmal meine feuchten Klamotten darin verteilt. Ich hoffte, am nächsten Morgen alles wieder trocken einpacken zu können. PS. Das war auch so.

Die preiswerten Pilgerübernachtungsangebote mit Verpflegung abends und morgens beinhalten keine Menüwahl; das Restaurant bestimmt, was auf den Teller kommt. Auch heute Abend wurde ich nicht enttäuscht.