Von Cordeñuela Riopico nach Burgos
Heute Mittag bin ich in Burgos angekommen, eine weitere wichtige Station auf meiner Wanderung nach Santiago de Compostela. Der Weg in die sehenswerte Altstadt führte mich entlang dem Flughafen und dann gute 10 km durch die Srassenschluchten der Industrievororte von Burgos.
In Burgos möchte ich heute und morgen pausieren und so habe ich mir für zwei Nächte ein gemütliches Zimmer in einem kleinen Hotel in der Altstadt geleistet. Füsse und Kopf freuen sich auf die Rast. Bedauerlich ist, dass ich dadurch einen guten Teil der Menschen, mit denen ich in letzter Zeit unterwegs war, aus den Augen verlieren werde. Für die meisten geht es ohne Pause weiter.

Mein heutiges Bild ist bei meinem Spaziergang durch die Altstadt von Burgos entstanden. Es zeigt einen Teil der Kathedrale, die seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Ich habe leider keinen Ort gefunden, von dem ich sie ganz aufs Bild bekomme; die Altstadthäuser stehen einfach zu nahe um sie herum.
Die Kathedrale von Burgos ist nach den Kathedralen in Sevilla und Toledo die drittgrösste Spaniens. Sie ist der Jungfrau Maria geweiht und berühmt für ihre Pracht und Architektur.
Der Baubeginn der dreischiffigen, gotischen Basilika mit Querschiff und Chorumgang wird auf das Jahr 1221 datiert. Obwohl der Chor schon 1230 fertiggestellt war, wurden die Bauarbeiten an der Kathedrale erst 1539 endgültigen abgeschlossen.
Das äußere Erscheinungsbild der Kathedrale wird dominiert von zwei reich dekorierten, 84 Meter hohen Türmen. Die Vierung – die Stelle, wo sich Längs- und Querschiff kreuzen – ist ausgesprochen beeindruckend. In 54 Meter Höhe erhebt sich eine achteckige, filigrane Kuppel, gestützt von vier Säulen. Darunter befindet sich das Grab des spanischen Nationalhelden Rodrigo Díaz de Vivar, El Cid, und seiner Gattin Jimena.
Die neunzehn Nebenkapellen der Kathedrale haben jede für sich eine eigene Geschichte ihrer Entstehung und der ausgestellten Malereien, Statuen, Artefakte und Handarbeiten.