Von Saint-Jeures nach Saint-Julien-Chapteuil
Gestern Nacht hatte es zu regnen begonnen und die Temperaturen fielen drastisch. Heute Morgen war es zum Glück trocken, aber die Bergkette vor uns war in dunkele Wolken gehüllt und versprach nichts Gutes.
Gail, Thieri und ich sind zusammen zum 1’300 m hohen Pass aufgestiegen. Wir sind nahezu trocken geblieben, obwohl der Himmel weiterhin bedrohlich dunkel aussah. Vom Pass aus blickten wir in eine weite Ebene mit vielen Vulkankegeln, die von oben aussah wie das Land von Tolkin’s Hobbits (siehe heutiges Bild).
Letzte Nacht haben wir in einer gepflegten Herberge übernachtet; für uns wurde gekocht und das Essen hatte sehr hohe Qualität.

Heute sind wir in St-Julien-Chapteuil in einer einfachen Wanderherberge mit Selbstversorgerküche untergekommen. Diese Herbergen werden von der Kommune betrieben und sind für den Benutzer sehr preiswert; die Übernachtung kostet 10 Euro. Aus Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten, Eiern und geriebenen Käse habe ich eine grosse Omelette-Pfanne zubereitet, die Gail, Thieri und ich ohne Probleme verputzt haben. Dazu gab es Wasser und Wein. Thieri hatte noch aus einer Bäckerei Blaubeerküchlein zum Nachtisch mitgebracht und das Mahl war perfekt.
Während des Essens kamen noch zwei neue Pilger in die Herbergsküche. Wir kamen schnell ins Gespräch und hockten auch nach dem Essen noch eine gute Weile zusammen.