Erster Ruhetag in Le Puy-en-Velay
Ich bin heute in Le Puy-en-Velay geblieben und habe einen Ruhetag eingelegt. Nach einem späten, gemütlichen Frühstück habe ich meine zwei Wanderführer zur ‚Via Gebennensis’ nach Hause geschickt. Die habe ich ja gerade hinter mir und weniger rumschleppen ist immer gut! Leider musste ich mich dann um ein sehr schwieriges Problem kümmern: Die Sohlen meiner Wanderschuhe (eine gute, bekannte Marke), die ich mir erst dieses Jahr gekauft habe, sind schon extrem abgelaufen. Ich befürchte, dass ich damit nicht mehr weit komme. Was tun?
Beim Bummel durch die Altstadt bin ich an einem Sportgeschäft vorbeigekommen. Dort habe ich mich beraten lassen. Rausgekommen bin ich mit neuen Wanderschuhen, die etwas steifer sind als meine eingelaufenen Schuhe, aber sich ansonsten sehr ähnlich anfühlen. Ich bin dann den ganzen Tag damit durch die Stadt gebummelt und habe keinerlei Probleme damit gehabt. Aber wird das nach einem 30 km-Marsch auch so sein?
Die alten Schuhe habe ich vorsichtshalber behalten. Soll ich sie noch ein paar Tage mitschleppen und alte und neue Schuhe abwechselnd anziehen?
Am frühen Nachmittag bin ich dann endlich auf die Vulkannadel zur Kapelle Saint-Michel-d’Aiguilhe gestiegen. Der Aufstieg war einfacher als erwartet; die Kapelle ist in der Tat ein magischer Ort. Von dort oben hat oben hatte ich einen wunderbaren Blick auf die Dächer der Stadt.
Später habe ich noch eine Weile in der Kathedrale Notre-Dame vor der Schwarzen Madonna gesessen. Sie soll von Ludwig IX, genannt der Heilige (1214-1270), von einem Kreuzzug mitgebracht worden sein. Leider wurde sie 1794 in den Wirren der französischen Revolution verbrannt. Heute steht in der Kathedrale eine Nachbildung.

Mit meinem heutigen Bild habe ich versucht, die Atmosphäre in der Kathedrale wiederzugeben.