2. November 2015 – Tag 91

Von Triacastela nach Barbadelo

Heute war ein wunderbarer Tag zum Laufen – es war trocken und kühl, anfangs sonnig und später bewölkt. Ich bin wieder einmal grüne Hügel auf und abgestiegen und bis zum kleinen Dorf Barbadelo gekommen. Das ist nur noch 107 km von Santiago de Compostela entfernt.

Bezüglich der Farbe ‚Grün’ der mich umgebenden Natur bin ich etwas verwirrt, bin ich doch die letzten Tage durch bunte Herbstwälder gestapft. Seit ich die Grenze zu *Galicien überschritten habe, sind die verschwunden und es dominiert wieder ‘sattes Grün’.

*Galicien ist eine ‚Autonome Gemeinschaft’ in Nordwesten Spaniens. Im Norden grenzt es an das Kantabrische Meer, im Westen an den Atlantischen Ozean. Im Süden grenzt es an Portugal und im Osten an die spanischen autonomen Gemeinschaften Asturien und Kastilien-León.

Alte Steinbrücke, über die ich heute gelaufen bin. Sie strahlte ‚Geschichte‘ aus und wurde vor mir schon von unendlich vielen PilgerInnen überquert

Übernachten werde ich auf einem Bauernhof etwas ausserhalb von Barbadelo. In einem der Nebengebäude gibt es eine kleine Herberge, in der wir etwa ein Dutzend PilgerInnen sind. Abendessen gibt es in der guten Stube, zubereitet aus Produkten des Hofs.